wieder einmal habe ich eine dieser Phasen.
Phasen in den ich fast nur weine, Schmerz empfinde, innen , ganz tief drinnen,sitzt dort meine Seele ?
der Schmerz zermürbt mich, lässt mich nicht klar denken, nicht richtig atmen, überall dieser Schmerz.
ein Stein der mir im Hals sitzt, wie ein Hämatom,ein blutiger Klotz, der mir die Gurgel und den Kehlkopf zerdrückt.
und ich frage mich : warum ?
warum bin ich dir begegnet, warum all die Szenen, das Geschrei, die Wut, die Tränen, die Kälte und der Schmerz.
welchen Sinn hatte es, dass ich dir begegnet bin, wir uns begegnet sind ?
"GEH WEG !" will ich schreien, zugleich aber "LASS MICH NICHT ALLEIN!"
warum kannst du nicht hier sein ? hier bei mir, mich trösten, mich beruhigen, mir sagen, dass die Höllenvision die ich sehe eine Täuschung ist, dass in Wahrheit die Sonne scheint und alles doch gut ist ?
in meinen Ohren "Into dust" von Mazzy Star..warum verstehst du mich nicht, warum begreifst du nicht, weshalb ich depressive Musik höre ?
darin fühle ich mich verstanden, finde mich wieder, aber es hilft nicht.
ich fühle mich so allein und im Stich gelassen und so wirr, so furchtbar furchtbar wirr, das mir schwindlig wird und ich mich beim Zähneputzen am Waschbecken festkralle, damit der HImmel nicht über mir zusammenstürzt..
kontrovers*ehrlich*belesen*markant*einzigartig*nachdenklich*persönlich*chaotisch unangepasst*speziell*exzentrisch*introspektiv*impressionistisch*lautmalerisch
Montag, 13. Juli 2015
Sonntag, 12. Juli 2015
ausgelesen: Hanif Kureishi - Der Buddha aus der Vorstadt
der Roman aus dem Jahre 1990 schildert auf über 400 Seiten in vulgär-obszöner Wortgewalt das wilde Leben der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts in London und seinen Vorstädten.
Mittelpunkt des Plots ist Karim, ein Schuljunge mit halb indischen, halb englischen Vorfahren, sowie seine Familie und Freunde.
es ist ein Roman über einen jungen Halb-Inder/-Engländer, der in den Siebzigerjahren in einer Londoner Vorstadt wohnt und dessen eintöniges Leben sich kolossal ändert, als sein Vater sich zum Vorstadt-Buddha ernennt und die Familie verlässt, um mit seiner Geliebten zu leben..
das Buch ist im Wesentlichen autobiografisch, Musik spielt eine Rolle darin (es gab auch eine Miniserie, die auf dem Buch basiert und deren Soundtrack kein geringerer als David Bowie komponierte) aber auch die Klassenunterschiede und der fortschreitende Konservatismus Englands unter Margret Thatcher werden thematisiert.
Sex, Drogen und Punk spielen nicht gerade eine untergeordnete Rolle im Leben von Karim und in seinem Umfeld, während dieser erwachsen wird und seinen Platz in einer extrem gespaltenen Gesellschaft sucht, so wird der Zerfall seiner eignen Familie auch zu einer Art Sinnsuche für alle von ihnen...
mir hat der Roman nicht gefallen, ich habe mir wirklich etwas Anderes darunter vorgestellt. mag sein, dass die 1970er Jahre wirklich so waren wie sie dort unverblümt (und das ist noch harmlos formuliert) geschildert werden, ich denke aber eher, dass Kureishi mit seinen detailiert-obszönen Beschreibungen, z.B. von Orgien, den Zeitgeist zu treffen sucht..
und so bleibt das einzig philosophisch-buddhahafte die Passage:
Mittelpunkt des Plots ist Karim, ein Schuljunge mit halb indischen, halb englischen Vorfahren, sowie seine Familie und Freunde.
es ist ein Roman über einen jungen Halb-Inder/-Engländer, der in den Siebzigerjahren in einer Londoner Vorstadt wohnt und dessen eintöniges Leben sich kolossal ändert, als sein Vater sich zum Vorstadt-Buddha ernennt und die Familie verlässt, um mit seiner Geliebten zu leben..
das Buch ist im Wesentlichen autobiografisch, Musik spielt eine Rolle darin (es gab auch eine Miniserie, die auf dem Buch basiert und deren Soundtrack kein geringerer als David Bowie komponierte) aber auch die Klassenunterschiede und der fortschreitende Konservatismus Englands unter Margret Thatcher werden thematisiert.
Sex, Drogen und Punk spielen nicht gerade eine untergeordnete Rolle im Leben von Karim und in seinem Umfeld, während dieser erwachsen wird und seinen Platz in einer extrem gespaltenen Gesellschaft sucht, so wird der Zerfall seiner eignen Familie auch zu einer Art Sinnsuche für alle von ihnen...
mir hat der Roman nicht gefallen, ich habe mir wirklich etwas Anderes darunter vorgestellt. mag sein, dass die 1970er Jahre wirklich so waren wie sie dort unverblümt (und das ist noch harmlos formuliert) geschildert werden, ich denke aber eher, dass Kureishi mit seinen detailiert-obszönen Beschreibungen, z.B. von Orgien, den Zeitgeist zu treffen sucht..
und so bleibt das einzig philosophisch-buddhahafte die Passage:
Wie kommt es nur, dass wir werden, was wir sind? Was ist mit uns geschehen? Gestern noch waren wir Kinder mit strahlenden, offenen Gesichtern. Wir wollten wissen, wie Maschinen funktionieren. Wir verliebten uns in Eisbären.
Und schon am nächsten Tag werfen wir uns besoffen und heulend die Treppe hinunter. Unser Leben ist vorbei.
Wir hassen das Leben, und wir hassen den Tod.
Sonntag, 5. Juli 2015
here comes that old familiar pain
Here comes, that old familiar pain
That empty feeling in my brain
Tears keep falling down like rain
Here it comes, that old familiar pain
That empty feeling in my brain
Tears keep falling down like rain
Here it comes, that old familiar pain
da fährt man einmal mit dem Zug, gezwungenermaßen derselbe Zug wie damals, man fährt an der Station vorbei, an der stets die ersehnte, die besondere und ganz spezielle Person immer einstieg, werktags jeden Morgen, viele Wochen und Monate lang und mir wird bewusst, wie sehr ich diesen Menschen vermisse und wie sehr ich es bereue, wie ich war, wie ich mich verhielt, was ich sagte was ich tat.
ich bin allein, weiß nicht was werden wird, eigentlich nichtmal, ob ich diesen Menschen jemals wiedersehen werde und die Sehnsucht ist ein Stein die mir den Hals zudrückt, ein "old familiar pain" und ich weiß nicht weiter und habe Angst.
Samstag, 4. Juli 2015
ausgelesen: Jack London - Wolfsblut
der Roman "Wolfsblut" (orig.: White Fang) aus dem Jahre 1906 spielt im Norden Amerikas und in Kalifornien und handelt von der Umwandlung eines Wildtieres, dem Wolf White Fang, in ein domestiziertes, dem Menschen angepasstes und gewöhntes Lebewesen.
(somit ist die Handlung genau der von "Ruf der Wildnis" gegensätzlich)
der Roman beginnt mit der Erzählung von dramatischen Begegnungen zwischen Mensch und Wolf: es herrscht ein strenger Winter und zudem eine Hungersnot, mehrfach werden Menschen, die sich mit Schlittenhunden auf einer beschwerlichen Reise befinden, von Wölfen angegriffen und fallen diesen zum Opfer. erstmals ist hier auch die Rede von White Fangs Mutter, halb Hund, halb Wolf, die sich den Menschen zwar nähert, aber niemals angreift, denn sie ist an den Menschen gewöhnt und respektiert diesen.
es erfolgt an dieser Stelle ein Szenenwechsel und die eigentliche Story beginnt:
Kiche, die Mutter von White Fang ist von einem reinrassigen Wolf, Einauge genannt, trächtig und gebährt 6 Jungen, von denen schließlich aber nur das zäheste überlebt: White Fang.
im Folgenden werden seine ersten Lebensmonate wiedergegeben und wie es dazu kam, dass auch White Fang so wie seine Mutter sich an Menschen gewöhnt.
über den "Umweg" des Lebens bei einem Indianerstamm gelangt White Fang schließlich in die Fänge eines Weißen, der White Fang zu Hundekämpfen missbraucht und ihn insgesamt sehr grausam behandelt, schließlich gerät er in den Kämpfen an einen Gegner den er nicht bezwingen kann und es steht sehr schlecht um den Wolf.
wäre es nicht zu der schicksalhaften Begegnung mit Weedon Scott gekommen, wäre dies das Ende von White Fang gewesen...
doch er hat Glück und seinem Leben widerfährt eine grundlegende Wende, die ihn schlißelich sogar zum Helden werden lässt...
Wolfsblut ist nicht nur ein Abenteuerroman, sondern auch von hoher epischer und dichterischer Qualität, ein Muss für alle Wolfsfans und Fans von schön geschriebenen Abenteuerromanen.
Wolfsblut wurde außerdem mehrach verfilmt, zuletzt 1973 von dem Italiener Lucio Fulci, sehr nahe am Roman und 1991 durch Walt Disney mit Klaus Maria Brandauer, diese Verfilmung ist allerdings ziemlich frei gestaltet und nicht sehr nahe am Plot des Romans.
(somit ist die Handlung genau der von "Ruf der Wildnis" gegensätzlich)
der Roman beginnt mit der Erzählung von dramatischen Begegnungen zwischen Mensch und Wolf: es herrscht ein strenger Winter und zudem eine Hungersnot, mehrfach werden Menschen, die sich mit Schlittenhunden auf einer beschwerlichen Reise befinden, von Wölfen angegriffen und fallen diesen zum Opfer. erstmals ist hier auch die Rede von White Fangs Mutter, halb Hund, halb Wolf, die sich den Menschen zwar nähert, aber niemals angreift, denn sie ist an den Menschen gewöhnt und respektiert diesen.
es erfolgt an dieser Stelle ein Szenenwechsel und die eigentliche Story beginnt:
Kiche, die Mutter von White Fang ist von einem reinrassigen Wolf, Einauge genannt, trächtig und gebährt 6 Jungen, von denen schließlich aber nur das zäheste überlebt: White Fang.
im Folgenden werden seine ersten Lebensmonate wiedergegeben und wie es dazu kam, dass auch White Fang so wie seine Mutter sich an Menschen gewöhnt.
über den "Umweg" des Lebens bei einem Indianerstamm gelangt White Fang schließlich in die Fänge eines Weißen, der White Fang zu Hundekämpfen missbraucht und ihn insgesamt sehr grausam behandelt, schließlich gerät er in den Kämpfen an einen Gegner den er nicht bezwingen kann und es steht sehr schlecht um den Wolf.
wäre es nicht zu der schicksalhaften Begegnung mit Weedon Scott gekommen, wäre dies das Ende von White Fang gewesen...
doch er hat Glück und seinem Leben widerfährt eine grundlegende Wende, die ihn schlißelich sogar zum Helden werden lässt...
Wolfsblut ist nicht nur ein Abenteuerroman, sondern auch von hoher epischer und dichterischer Qualität, ein Muss für alle Wolfsfans und Fans von schön geschriebenen Abenteuerromanen.
Wolfsblut wurde außerdem mehrach verfilmt, zuletzt 1973 von dem Italiener Lucio Fulci, sehr nahe am Roman und 1991 durch Walt Disney mit Klaus Maria Brandauer, diese Verfilmung ist allerdings ziemlich frei gestaltet und nicht sehr nahe am Plot des Romans.
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Freitag, 3. Juli 2015
ausgelesen: Bobby Henderson - Das Evangelium des Fliegenden Spaghettimonsters
vor Unzeiten (so scheint es zumindest) habe ich das Buch " Das Evangelium des Fliegenden Spaghettimonsters" ausgelesen.
Es handelt sich dabei um eine, bisweilen zynische, Parodie auf die großen Weltreligionen, ihren Anspruch "die einzig wahre Religion" zu sein und auf die Kreationisten, aber zugleich auch auf die Evolutionslehre, schließlich hat einzig und allein das FSM (FliegendesSpaghettiMonster) die Welt und alle Lebewesen mit seinen Nudeligen Anhängseln erschaffen ;-)
die Erstausgabe ist im Jahre 2006 erschienen und Bobby Henderson, ein US-amerikanischer Physiker, "wehrte" sich mit seinem Werk gegen die Einführung von Intelligent Design als Teil des Biologieunterrichtes an Schulen in den USA.
er forderte die Schulbehörde von Kansas in einem offenen Brief dazu auf, wenn Intelligent Design Teil des Biounterrichtes würde, dann müsse auch seine Religion unterrichtet werden und bewies damit, dass religiöse Inhalte in naturwissenschaftlichen Fächern nichts zu suchen haben.
Glaubensinhalte sind u.a.
Es handelt sich dabei um eine, bisweilen zynische, Parodie auf die großen Weltreligionen, ihren Anspruch "die einzig wahre Religion" zu sein und auf die Kreationisten, aber zugleich auch auf die Evolutionslehre, schließlich hat einzig und allein das FSM (FliegendesSpaghettiMonster) die Welt und alle Lebewesen mit seinen Nudeligen Anhängseln erschaffen ;-)
die Erstausgabe ist im Jahre 2006 erschienen und Bobby Henderson, ein US-amerikanischer Physiker, "wehrte" sich mit seinem Werk gegen die Einführung von Intelligent Design als Teil des Biologieunterrichtes an Schulen in den USA.
er forderte die Schulbehörde von Kansas in einem offenen Brief dazu auf, wenn Intelligent Design Teil des Biounterrichtes würde, dann müsse auch seine Religion unterrichtet werden und bewies damit, dass religiöse Inhalte in naturwissenschaftlichen Fächern nichts zu suchen haben.
Glaubensinhalte sind u.a.
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Die Welt wurde vom nicht nachweisbaren Fliegenden Spaghettimonster erschaffen. Alle Hinweise auf eine Evolution wurden von ebendiesem bewusst gestreut, um die Menschen zu verwirren.
- Piraten werden als die ursprünglichen Pastafaris
verehrt. Lebensmaxime der Gläubigen ist „WWAPD?“ („What Would A Pirate Do?“,
englisch für „Was würde ein Pirat tun?“)
- Einzige
Ursache für die globale Erwärmung,
Orkane und alle anderen Naturkatastrophen ist die sinkende Zahl von
Piraten seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Dies gilt unter Pastafaris als
empirisch bewiesen
auf rund 200 Seiten sind Lacher vorprogrammiert.
Ein absolutes Muss für humorvolle, aufgeschlossene Naturwissenschaftler und Religionskritiker und sowieso ein Standardwerk für alle Pastafaris und alle die es noch werden wollen !
weitere Informationen gibt's hier
- Piraten werden als die ursprünglichen Pastafaris
verehrt. Lebensmaxime der Gläubigen ist „WWAPD?“ („What Would A Pirate Do?“,
englisch für „Was würde ein Pirat tun?“)
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