Samstag, 4. Juli 2015

ausgelesen: Jack London - Wolfsblut

der Roman "Wolfsblut" (orig.: White Fang) aus dem Jahre 1906 spielt im Norden Amerikas und in Kalifornien und handelt von der Umwandlung eines Wildtieres, dem Wolf White Fang, in ein domestiziertes, dem Menschen angepasstes und gewöhntes Lebewesen.

(somit ist die Handlung genau der von "Ruf der Wildnis" gegensätzlich)

der Roman beginnt mit der Erzählung von dramatischen Begegnungen zwischen Mensch und Wolf: es herrscht ein strenger Winter und zudem eine Hungersnot, mehrfach werden Menschen, die sich mit Schlittenhunden auf einer beschwerlichen Reise befinden, von Wölfen angegriffen und fallen diesen zum Opfer. erstmals ist hier auch die Rede von White Fangs Mutter, halb Hund, halb Wolf, die sich den Menschen zwar nähert, aber niemals angreift, denn sie ist an den Menschen gewöhnt und respektiert diesen.

es erfolgt an dieser Stelle ein Szenenwechsel und die eigentliche Story beginnt:
Kiche, die Mutter von White Fang ist von einem reinrassigen Wolf, Einauge genannt, trächtig und gebährt 6 Jungen, von denen schließlich aber nur das zäheste überlebt: White Fang.



im Folgenden werden seine ersten Lebensmonate wiedergegeben und wie es dazu kam, dass auch White Fang so wie seine Mutter sich an Menschen gewöhnt.

über den "Umweg" des Lebens bei einem Indianerstamm gelangt White Fang schließlich in die Fänge eines Weißen, der White Fang zu Hundekämpfen missbraucht und ihn insgesamt sehr grausam behandelt, schließlich gerät er in den Kämpfen an einen Gegner den er nicht bezwingen kann und es steht sehr schlecht um den Wolf.
wäre es nicht zu der schicksalhaften Begegnung mit Weedon Scott gekommen, wäre dies das Ende von White Fang gewesen...
doch er hat Glück und seinem Leben widerfährt eine grundlegende Wende, die ihn schlißelich sogar zum Helden werden lässt...




Wolfsblut ist nicht nur ein Abenteuerroman, sondern auch von hoher epischer und dichterischer Qualität, ein Muss für alle Wolfsfans und Fans von schön geschriebenen Abenteuerromanen.



Wolfsblut wurde außerdem mehrach verfilmt, zuletzt 1973 von dem Italiener Lucio Fulci, sehr nahe am Roman und 1991 durch Walt Disney mit Klaus Maria Brandauer, diese Verfilmung ist allerdings ziemlich frei gestaltet und nicht sehr nahe am Plot des Romans.



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