Mittwoch, 25. November 2015

mein Triumph

im Sommer, genauer gesagt von Anfang Juni bis Ende August habe ich ein Praktikum an der Biologischen Station Hochsauerlandkreis, in Schmallenberg-Bödefeld, gemacht.

das Praktikum war Teil meiner GIS (Geographische InformationsSysteme) Weiterbildung, die ich an der GIS Akademie in Dortmund besucht habe und konnte absolviert werden wo man wollte und unterkommen konnte.

da mein größtes Hobby die (analoge) Fotografie ist, habe ich die Gelegenheit genutzt und drei analoge Kameras, eine digitale Kamera und insgesamt 18 Filme mitgenommen.

so kamen insgesamt 10 analoge Alben unterschiedlichster Art sowie zahlreiche digitale Schnappschüsse und Impressionen zustande.

im Oktober dann kam mir zu Ohren, dass der Verkehrsverein Bödefeld, der zugleich Touristikverband als auch Post des Ortes darstellt, einen Fotowettbewerb veranstaltet:
neue Postkarten sollten gedruckt und erstellt werden, dazu wurden schöne Fotografien des Ortes und der Umgebung gesucht, der Namen des "Fotografen" sollte dann auch auf der Postkarte stehen.

ein Wettbewerb wie geschaffen für mich !

da ich mich nicht entscheiden konnte, welches Motiv ich einsenden sollte, fragte ich an, ob auch mehrere  Einsendungen möglich seien, was bejaht wurde.
so schickte ich insgesamt 16 Fotografien unterschiedlichster Art hin...

im November wurde ich dann benachrichtigt, dass ich einer der Gewinner sei und gebeten, nach Bödefeld zu kommen, um meine Postkarte zu begutachten und eine kleine Aufmerksamkeit entgegen zu nehmen.
leider war ich in letzter Zeit häufiger und schwerer krank und so wurde mir mein Gewinn per Post zugestellt:
 meine Postkarte, eingerahmt zum Aufstellen oder Aufhängen, sowie eine Flasche Sauerland-Sekt.

durch die Rahmung ist die Postkarte schwierig zu scannen, daher die Fotos, aus denen man eine Collage erstellt hat, hier nochmal einzeln:



Sonntag, 1. November 2015

ausgelesen: Agatha Christie - Das Sterben in Wychwood

in meiner Teeniezeit hatte ich eine ausgeprägte Phase, in der ich einen Agatha-Christie-Krimi nach dem anderen verschlungen habe, ich konnte nicht genug von den Stories, die stets mit taotal überraschendem Ende brillierten, bekommen und mochte vor allem die Romane mit Miss Marple, mit Hercule Poirot konnte ich anfangs weniger anfangen..zuviel Französisch für meine Begriffe ;-)

"Das Sterben in Wychwood" ist im Jahr 1939 erschienen und eher untypisch für die Christie, da keine Person die in anderen Werken nochmals auftritt den Hauptdetektiv macht, später allerdings tritt als Unterstützung Superintendent Battle hinzu, der noch in drei weiteren Werken ermittelt, dort allerdings als Hauptcharakter.

der Roman beginnt mit einer Zugfahrt nach London auf der Luke, der als Polizist im Ausland tätig war, einer alten Dame begegnet, die ihn an seine Tante erinnert und eine wirre Story von mehreren Morden erzählt, weshalb sie sich auf dem Weg zu Scotland Yard befindet, wo sie tragischerweise nie ankommt..
als Luke später ihre Todesanzeige und die einer Person die alte Dame erwähnte in der Zeitung entdeckt ist sein Interesse geweckt und er begibt sich als vermeintlicher Schriststeller unter dem Deckmantel ein Buch über die Historie des Ortes zu schreiben nach Wychwood.

dort angekommen lernt er ganz verschiedene Charaktere kennen und lernt viel über die mysteriösen Todesfälle des Ortes in der letzten Zeit...es gilt herauszufinden, ob an der Geschichte der alten Dame etwas dran war oder ob es nur eine zufällige Anhäufung seltsam-tragischer Geschehnisse ist und auch die Romantik kommt nicht zu kurz.


mit 189 Seiten stellt dieser Krimi einen interessanten, wenn auch nicht allzu anspruchsvollen Zeitvertreib dar.

ausgelesen: Jules Verne - Von der Erde zum Mond // Reise um den Mond // Ein Drama in den Lüften (Sammelband)

da ich den Science-Fiction Roman "20.000 Meilen unter dem Meer" von Jules Verne richtig gut fand, muss ich natürlich auch die anderen Werke von ihm noch lesen, um ihn richtiggehend zu würdigen ;-)

angefange  habe ich also mit "Von der Erde zum Mond" schließlich bin ich nach einer Rakete benannt ;-) und der Sammelband mit den im Titel genannten Romanen bzw. Kurzgeschichten fiel mir zufällig auf einem Bücherflohmarkt in die Hände...

"Von der Erde zum Mond" ist 1865 erschienen (1873 erstmals auf Deutsch), "Reise um den Mond" ist 1870 erschienen und stellt die Fortsetzung zum vorher genannten Roman dar.
innerhalb des  Kanonenclubs Baltimore, während des Krieges gegründet,  herrscht, aufgrund von langem Frieden, Langeweile und so beschließt man ein Geschoß zu bauen, welches mittels viel Schießpulver in den Weltraum geschossen werden soll und schließlich auf dem Mond landen soll.
zunächst gilt es eine geeignete Konstruktion zu entwerfen, die Flugbahn sowie die geeignete Menge an Schwarzpulver zu errechnen und die "Columbiade", wie man das Geschoss nennen wird, schließlich bauen zu lassen und einen geeigneten Abachusspunkt zu finden und entsprechend vorzubereiten.

Anfangs soll die Columbiade unbemannt ihre Reise antreten, doch ein tollkühner Franzose, der als der ärgste Feind des eigentlichen Initiators des Ganzen, gilt, entschließt sich im Inneren mitzureise und somit als erster Mensch auf dem Mond in die Geschichte einzugehen, doch diesen Ruhm wollen die Hauptmitglieder des Kanonenclubs auch für sich beanspruchen und so tritt das Geschoß schließlich mit drei Männern, zwei Hunden und mehreren Hühner die aufregende Odyssee an...

"Reise um den Mond" schließt nahtlos an die Handlung seines Vorgängers an und widmet sich vor allem der Fragestellung was mit den Reisenden nach Ankunft auf dem Mond geschehen soll. Werden sie den Mond überhaupt erreichen ? wie gelangen sie zurück und was passiert wenn die Reise sich zu lange hinzieht und den Reisenden der Sauerstoff oder der Treibstoff ausgeht ?

mir haben die Forsetzungsromane nicht wirklich so gut gefallen, ist das ganze, vor allem im ersten Teil, sehr physikalisch, um nicht zu sagen mathematisch, gehalten: all die Formeln zur Berechnung von allem Möglichen..nicht gerade die richtige Lektüre vor dem Einschlafen (ich lese immer abends im Bett).
sieht man das ganze aber im Kontext dessen, dass die Romane im 19.Jahrhundert verfasst wurden, wo es noch vollkommen undenkbar war, dass wirklich Menschen jemals den Mond betreten würden, sind die Romane von Jules Verne wieder einmal eine beachtliche Leistung !

die Kurzgeschichte "Ein Drama in den Lüften" ist viel früher verfasst als die beiden genannten Romane, allerdings später veröffentlicht worden und steht in keinem Zusammenhang mit dem Thema der Romane. es geht hingegen ums Ballonfahren, um ein gefährliches Erlebnis, das ein französischer Ballonfahrer erlebt,als er in Frankfurt eine Fahrt antritt, zu der er drei Stadtverordnete geladen hatte, die aber nicht erscheinen, aber der Ich-Erzähler tritt dennoch seine Fahrt an, ist jedoch dabei nicht allein und dramatische Geschehnisse spielen sich ab, die nicht nur mit einem heraufziehenden Unwetter zu tun haben...