Freitag, 8. Februar 2019

[Rezension] Luke Allnutt - Der Himmel gehört uns

Autor: Luke Allnutt
Titel: Der Himmel gehört uns (Originaltitel "We own the sky", ins Deutsche übersetzt durch Veronika Dünninger, deutsche Ausgabe erschienen in 2018)
Verlag: blanvalet in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München
Seiten: 444 Seiten + Danksagung

über den Autor:
>> Luke Allnutt ist in Großbritannien aufgewachsen und arbeitet als Journalist. Der Himmel gehört uns ist sein bewegender Debütroman, der international für Furore sorgte und von der Presse gefeiert wird. Noch vor Erscheinen hat er sich in 30 Länder verkauft. Luke Allnutt lebt mit seiner Frau und den zwei gemeinsamen Söhnen in Prag und schreibt derzeit an seinem nächsten Roman. << (zitiert von der Homepage der Verlagsgruppe Random House)


zur Story:
Anna und Rob: Ein junges verliebtes Ehepaar zu deren Glück nur noch ein Kind fehlt um diess zu perfektionieren. Schließlich wird Sohn Jack geboren und das Glück der beiden scheint perfekt.
Zu perfekt, denn Jack erkrankt einer seltenen Form von Krebs. Dennoch stehen die Heilungschancen dank einer Operation gut. Doch der Krebs kehrt in einer viel aggressiveren Form zurück und es bleibt nicht mehr viel Zeit. Während Anna ihre eigene Art hat mit dem ganzen fertig zu werden, klammert Rob sich an jeden noch so kleinen und doch abwegigen Hoffnungsschimmer und setzt alles auf eine Karte..

meine Meinung:
Ein schlimmes und schwieriges Thema für einen Roman. Niederschmetternd allein die Vorstellung, vor allem für Eltern.
Sofort als ich wusste um was es geht, dachte ich, dass man sich etwas derartiges nicht einfach ausdenken kann, wenn auch der Autor selbst und nicht etwa sein Kind an Krebs erkrankt war.
Vielleicht ist der Roman so etwas wie eine Katharsis für den Autor, ein sich-von-der-Seele-schreiben, immerhin ist der Roman das erste Buch, das Luke Allnutt geschrieben hat.

Freitag, 25. Januar 2019

ich atme dich ein

 
 
Ich atme dich ein
und nie wieder aus.
Schließ' dich in mein Herz.
Lass dich nicht mehr raus.
Ich trage dich bei mir
in meiner Brust.
Hätt' alle Wege verändert.
Hätt' ich sie vorher gewusst.
Jetzt steh ich am Ufer.
Die Flut unter mir.
Das Wasser zum Hals.
Warum bist du nicht hier.
 
-Philipp Poisel, Eiserner Steg

Sonntag, 9. Dezember 2018

[Rezension] Christine Mangan - Nacht über Tanger

Autor: Christine Mangan
Titel: Nacht über Tanger (Originaltitel "Tangerine", übersetzt aus dem Amerikanischen von Irene Eisenhut, deutsche Ausgabe erschienen im August 2018)
Verlag: Karl Blessing Verlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH
Seiten: 367

über die Autorin:
>> Christine Mangan, geboren 1982, hat Creative Writing studiert und am University College Dublin zur Gothic Literature promoviert. Nacht über Tanger ist ihr erster Roman, der sich in 20 Länder verkauft hat. Die Filmrechte gingen an die Produktionsfirma von George Clooney. Christine Mangan lebt in Brooklyn, New York, und schreibt an ihrem zweiten Roman. << (zitiert von der Homepage der Verlagsgruppe Random House)

zur Story:
"Nacht über Tanger" ist der Debütroman von Christine Mangan.
Wie der Titel bereits verrät, spielt der Plot in der marokkanischen Stadt Tanger, bietet aber auch einige Rückblenden in das gemeinsame Leben der Hauptfiguren Alice und Lucy während der Zeit am College.

Der Roman stellt ein Paradebeispiel für das sogenannte Gaslighting (Begriff aus der Psychologie: Eine Form von psychischer Gewalt bzw. Missbrauch mit der Opfer gezielt desorientiert, manipuliert und zutiefst verunsichert werden und ihr Realitäts- und Selbstbewusstsein allmählich deformiert).

Aus einer Freundschaft bzw. Liebe wird eine Besessenheit bis hin zum totalen Kontrollverlust und Missbrauch von Vertrauen.

 meine Meinung:
Mir fehlen für einen gelungenen Roman die bildhafte und lebendig-beschreibende Sprache um die Eindrücke und das Leben in Tanger zu schildern, wer noch nie dort war, kann sich kein ausreichendes BIld machen und es fällt insgesamt schwer überhaupt in den Handlungsstrang, der abgehackt wirkt, einzusteigen..
Vor allem der Anfang des Buches war für mich eine Qual und ich musste mich stark zwingen das Buch überhaupt weiterzulesen, die zahlreichen Grammatik- und Rechtschreibfehler der mir vorliegenden Ausgabe machen es nicht besser.

Bleibt zu hoffen, dass die Verfilmung mit George Clooney und Scarlett Johannsen gelungener und atmosphärischer wird.

Sonntag, 12. August 2018