Dienstag, 7. August 2012

ausgelesen: Maxim Gorki-Meisternovellen

vor einiger Zeit habe ich das Buch "Meisternovellen" von Maxim Gorki (eigentlich: Alexei Maximowitsch Peschkow;1868-1936) gelesen.
es handelt sich dabei um eine Sammlung von Kurzgeschichten, die mal länger , mal kürzer sind. Insgesamt enthält das Buch 11 Kurzgeschichten auf 323 Seiten.
die Sprache ist stellenweise sehr poetisch und kunstvoll wie ich finde, die Geschichten sind mal klar, mal verworren und phantasievoll.

"von Stund an hatte sie teil an seinem Traum vom klingenden blauen Leben, wurde sie für ihn Strohhalm in der reißenden Flut unbegriffener Wirrnis."

und dies ist nur eines von zahlreichen Absätzen die ich für bemerkenswert hielt und somit markieren musste.
die Sprache ist teilweise sehr dicht und erinnert mich ein wenig an Dorothy Parkers "Glasglocke" oder an "Ulysses" von James Joyce.

Gorki bedeutet übersetzt "der Bittere", mit 24 Jahren hat Alexej Maximowitsch Peschkow sich dieses Pseudonym gewählt, auf Grund ungewöhnlich harter Kindheit und Jugend.
Alexei Peschkow wuchs in ärmsten Verhältnissen auf, in einer Zeit, in der das Elend der Massen in Russland zu einem wichtigen Thema der literarischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung geworden war. Sein Großvater war Wolgatreidler, sein Vater, der früh starb, Tischler. Die Familie lebte häufig in Kellerlöchern; körperliche Gewalt innerhalb der Familie war nichts Außergewöhnliches.
Ab seinem zehnten Lebensjahr musste Alexei – zunächst als Lumpensammler – selbst Geld verdienen. Ehe er von seiner literarischen Tätigkeit leben konnte, arbeitete er u. a. als Laufjunge, Küchenjunge, Vogelhändler, Verkäufer, Ikonenmaler, Schiffsentlader, Bäckergeselle, Maurer, Nachtwächter, Eisenbahner und Rechtsanwaltsgehilfe.
In den späten 1880er Jahren kam er in Kasan, wo er sich erfolglos um eine Aufnahme an der Universität bemühte, erstmals in Kontakt mit der revolutionären Bewegung. Er arbeitete bei einem Bäcker, dessen Laden gleichzeitig Bibliothek eines marxistischen Geheimzirkels war.
Er las viel und eignete sich als Autodidakt ein umfassendes, aber unsystematisches Wissen an. Die unüberwindliche Kluft zwischen ihm und der studierenden Jugend machte ihm schwer zu schaffen.

Seine Lebensumstände spiegeln sich auch stark in seinen Werken wider...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen