Wer mich kennt, weiß, dass Paul Auster mein absoluter Lieblingsautor ist und dass ich sogar soweit gehen würde, ihn als meinen Seelenverwandten zu betiteln, sofern es so etwas gibt.
Schon zahlreiche Romane habe ich von ihm gelesen, ja regelrecht verschlungen, ich sammle sein Werk, seitdem ich vor vielen Jahren einmal "Mond über Manhattan" las, auch mein Interesse an New York ist auf ihn begründet.
"Die Einsamkeit des Labyrinths" ist allerdings kein Roman, sondern eine Rezension seiner Werke bis einsschließlich 1997, sowie eine (kurze) Biographie.
Auch seine Verfilmungen "Smoke" und "Blue in the Face" (die ich leider bisher noch nie gesehen habe, ebensowenig "Lulu on the Bridge"), werden darin erörtert.
Außerdem ist ein sehr ausführliches Interview darin enthalten, das zahlreiche recht ungewöhnliche Fragen beinhaltet.
Das Interview eröffneet einen tiefen Einblick in die Seele und Denkweise von Paul Auster und hat mir wieder einmal bestätigt, dass er ein wunderbarer Schriftsteller ist, unglaublich sympathisch und sehr liebenswert, dass er es nie leicht hatte als Schriftsteller Fuß zu fassen und auch als Mensch viele Rückschläge und harte Zeiten durchleben musste.
Abgerundet wird das Buch durch einige, z.T. sehr private Fotos.
kontrovers*ehrlich*belesen*markant*einzigartig*nachdenklich*persönlich*chaotisch unangepasst*speziell*exzentrisch*introspektiv*impressionistisch*lautmalerisch
Montag, 13. April 2020
Freitag, 3. April 2020
[Rezension] Amy E. Reichert - Nur wer loslässt, hat das Herz frei
Autor: Amy E. Reichert
Titel: Nur wer loslässt, hat das Herz frei (Originaltitel "The Optimist's Guide To Letting Go", ins Deutsche übersetzt von Hanne Hammer; die deutsche Übersetzung erschien Anfang 2020)
Verlag: Wilhelm Heyne Verlag München, in der Verlagsgruppe Random House München
Seiten: 394 Seiten + Danksagung + Werbeanzeigen + Brownie-Rezept
über die Autorin:
>> Amy E. Reichert hat einen Abschluss in Englischer Literatur und liebt es, Geschichten mit Happy End zu schreiben, deren Figuren man gerne zu sich nach Hause einladen würde. Amy ist glückliche Ehefrau, Mutter und Hobbyköchin und würde zu einem Glas Cider niemals Nein sagen. <<
(Quelle: Homepage der Verlagsgruppe Random House)
zur Story:
Eine Familiengeschichte der besonderen Art:
Als Ginas Mutter Lorraine einen Schlaganfall erleidet und daraufhin nicht mehr sprechen kann, kann sie zwar Gina, die sich von ihrer Mutter stets unverstanden fühlt, nicht mehr kritisieren, doch als diese ihre Dokumente ordnet, auch kein Licht mehr in das Geheimnis um Ginas Vater und das Foto aus Ginas Kindertagen bringen.
Doch Gina wäre nicht die geborene Optimistin, die sie ist, wenn das für sie ein Hindernis wäre..schließlich findet sie zusammen mit ihrer Schwester Vicky und ihrem alten polnischen Kindermädchen Roza sogar heraus, dass Mutter und Tochter ganz ähnliche Schicksalsschläge teilen..
meine Meinung:
Meine anfängliche Meinung, dass es sich um einen klassischen Frauenroman voller Klischees handelt, musste ich bereits nach kurzer Zeit revidieren, dennoch gefiel mir die gesamte Geschichte weniger gut.
Die Charakatere sind eher eindimensional und die Geschichte zu stark konstruiert, um mitreißend oder bewegend zu sein.
Der Roman ist wenig unterhaltsam, allerdings kann man ihn wenigstens in einem Rutsch durchlesen.
Der Perspektivwechsel in der Erzählweise erscheinen mir als das einzige Highlight.
Meinen Geschmack hat der Roman leider nicht getroffen.
Zusätzlich enthält die mir vorliegende Ausgabe bereits im Klappentext grammatikalische Fehler und auch im weiteren Verlauf hat man das Gefühl, dass dieser Roman keiner Lektorin jemals vorgelegen hat.
Titel: Nur wer loslässt, hat das Herz frei (Originaltitel "The Optimist's Guide To Letting Go", ins Deutsche übersetzt von Hanne Hammer; die deutsche Übersetzung erschien Anfang 2020)
Verlag: Wilhelm Heyne Verlag München, in der Verlagsgruppe Random House München
Seiten: 394 Seiten + Danksagung + Werbeanzeigen + Brownie-Rezept
über die Autorin:
>> Amy E. Reichert hat einen Abschluss in Englischer Literatur und liebt es, Geschichten mit Happy End zu schreiben, deren Figuren man gerne zu sich nach Hause einladen würde. Amy ist glückliche Ehefrau, Mutter und Hobbyköchin und würde zu einem Glas Cider niemals Nein sagen. <<
(Quelle: Homepage der Verlagsgruppe Random House)
zur Story:
Eine Familiengeschichte der besonderen Art:
Als Ginas Mutter Lorraine einen Schlaganfall erleidet und daraufhin nicht mehr sprechen kann, kann sie zwar Gina, die sich von ihrer Mutter stets unverstanden fühlt, nicht mehr kritisieren, doch als diese ihre Dokumente ordnet, auch kein Licht mehr in das Geheimnis um Ginas Vater und das Foto aus Ginas Kindertagen bringen.
Doch Gina wäre nicht die geborene Optimistin, die sie ist, wenn das für sie ein Hindernis wäre..schließlich findet sie zusammen mit ihrer Schwester Vicky und ihrem alten polnischen Kindermädchen Roza sogar heraus, dass Mutter und Tochter ganz ähnliche Schicksalsschläge teilen..
meine Meinung:
Meine anfängliche Meinung, dass es sich um einen klassischen Frauenroman voller Klischees handelt, musste ich bereits nach kurzer Zeit revidieren, dennoch gefiel mir die gesamte Geschichte weniger gut.
Die Charakatere sind eher eindimensional und die Geschichte zu stark konstruiert, um mitreißend oder bewegend zu sein.
Der Roman ist wenig unterhaltsam, allerdings kann man ihn wenigstens in einem Rutsch durchlesen.
Der Perspektivwechsel in der Erzählweise erscheinen mir als das einzige Highlight.
Meinen Geschmack hat der Roman leider nicht getroffen.
Zusätzlich enthält die mir vorliegende Ausgabe bereits im Klappentext grammatikalische Fehler und auch im weiteren Verlauf hat man das Gefühl, dass dieser Roman keiner Lektorin jemals vorgelegen hat.
Dienstag, 31. Dezember 2019
Lesejahr 2019 - zweites Halbjahr
Im zweiten Halbjahr des Jahres 2019 habe ich es immerhin geschafft fünf Bücher zu lesen, bei Weitem nicht soviel wie in früheren Jahren, aber immerhin ist dies bei der wenigen Freizeit die ich noch habe - Ausbildung sei Dank - eine ganz gute Quote!
1. Randall Munroe - what if? Was wäre wenn?
"Wirklich wissenschaftliche Antworten auf absurde hypothetische Fragen" liefert dieses außergewöhnliche Buch von Randall Munroe, dem Erfinder von xkcd (ein Webcomic) und ehemaliger Roboteringenieur bei der NASA. Auf 365 Seiten geht der Autor Fragen nach, die Leute auf seiner Webseite tatsächlich so gestellt haben, angefangen bei Zufallsniesanrufen über die Trockenlegung der Ozeane bis hin zu Steakabwürfen....
Das Buch blickt sozusagen hinter die Kulissen der absurdesten Fragen, regt dabei zum Nachdenken an und bereitet auf wissenschaftlich gut recherschierte Art und Weise Kurzweil der besonderen Art!
Trotz allem fand ich es dennoch weniger lesenswert als ich anfangs vermutet hätte.
2. Daniel Quinn -Ismael
Dass ich "Ismael" von Daniel Quinn lese ist bereits das zweite Mal. Das erste Mal habe ich das Buch Anfang 2015 gelesen, damals weil es eins der Lieblingsbücher eines guten Freundes (meine erste richtige große Liebe) ist.
Für die jetzige Weltsituation und die ganzen Bewegungen die Greta Thunberg losgetreten hat (verstärktes Klimabewusstsein bei der jüngeren Generation, FridaysForFuture) den Protesten gegen die Rodung des Hambacher Forstes, die "Zerstörung" der CDU durch Youtuber Rezo und und und..finde ich das Buch mehr als bezeichnend, es könnte nicht besser erklären warum die Welt (derzeit) so ist wie sie ist...
Das Buch ist einfach außergewöhnlich und genial, lehrreich und augenöffnend ohne doktrinär oder langweilig zu sein!
Ein Muss für Weltverbesserer und alle die bewusst gegen den Strom schwimmen!
3. Isabel Allende - Die Stadt der wilden Götter
Bei dem Abenteuerroman "Die Stadt der wilden Götter" handelt es sich um den ersten Teil einer Trilogie und es ist genaugenommen ein Jugendroman.
Da ich bereits mehrere Bücher von Isabel Allende gelesen habe und sie zu meinen Lieblingsautoren zählt, war es natürlich mehr oder weniger Pflicht, auch ihre Jugendbücher zu lesen.
"Die Stadt der wilden Götter" führt den Protagonisten Alexander, ein 15-jähriger US-Amerikaner, zusammen mit seiner schroffen Großmutter auf eine abenteuerliche Reise ins Amazonasgebiet, wo er Nadia und ihren Vater kennenlernt, die die Expedition rund um ihre Großmutter begleiten und wird schließlich von einem fremden Volk, den Nebelmenschen, entführt, zusammen mit Nadia muss er einige schwierige Aufgaben und Gefahren meistern...
4. Michael Ondaatje - Der englische Patient
Der Roman "Der englische Patient" des Niederländers Michael Ondaatje, der auch, u.a. mit Willem Dafoe und Juliette Binoche, verfilmt wurde, spielt im Italien der letzten Jahre des zweiten Weltkrieges.
Die junge kanadische Krankenschwester Hana ist nach Abzug der Truppen und anderen Krankenschwestern zusammen mit dem mysteriösen "englischen Patienten" in der Villa San Girolamo, die zu einem Lazarett umfunktioniert wurde, in der Toskana geblieben und pflegt dort ihren einzigen Patienten, der wegen Verbrennungen am ganzen Körper nicht transportfähig ist, mit ihrer ganzen Fürsorge.
Später stoßen durch Zufall noch Caravaggio, ein guter Freund ihres Vaters, und der bombenentschärfende indische Pionier zu ihnen und zwischen Hana und dem jungen Sikh entwickelt sich eine scheue aber doch stärkere Bindung..
Insgesamt fand ich das Buch eher fad und stellenweise auch recht langatmig und z.T. sogar unverständlich, ich musste mich regelrecht zwingen das Buch weiter und schließlich zuende zu lesen. dafür dass es als die ergreifendste Liebesgeschichte seit Casablanca gilt ist es wirklich öde!
Ich bin hin-und hergerissen ob ich den Film anschauen sollte, in der Hoffnung dass dieser besser ist als das Buch.
5. Paulo Coelho - Der Alchimist
Da Paulo Coelho auch zu meinen Lieblingsautoren zählt und mir seine Bücher bisher immer gut gefielen (v.a. "Aleph"), dachte ich, es sei an der Zeit auch mal sein berühmtestes Werk "Der Alchimist" zu lesen. Der Roman "Der Alchimist" hat ihn erst so richtig bekannt gemacht, es ist eins der ersten Bücher das von ihm in die deutsche Sprache übersetzt wurde (insgesamt wurde es bereits im 55 Sprachen übersetzt) und sich global mehr als 27 Millionen Mal verkauft hat.
"Der Alchimist" handelt von dem andalusischen Hirten Santiago, der angeregt durch einen sich wiederholenden Traum, nach Ägypten aufbricht um einen Schatz zu finden.
Sein Weg ist keineswegs einfach, aber vor allem lehrreich und gekennzeichnet durch wertvolle Begegnungen auf sinm Weg der den Zeichen und der Stimme seines Herzens folgt und dazu führt, dass er etwas viel wertvolleres findet, als jeder Goldschatz es sein könnte...
Mir selbst hat das Buch weniger als Coelhos spätere Werke gefallen, der Schreibstil ist ein gänzlich anderer als ich es von Coelho gewohnt bin, was aber auch an der Übersetzerin liegen mag, die späteren Werke wurden durch jemand anderes übersetzt.
Dennoch hat mich die Geschichte mit ihrer Weisheit wieder einmal sehr berührt!
Freitag, 18. Oktober 2019
[Rezension] Liane Moriarty - Neun Fremde
Autor: Liane Moriarty
Titel: Neun Fremde (Originaltital "Nine Perfect Strangers", ins Deutsche übersetzt von Dietlind Falk; die deutsche Übersetzung erschien im August 2019)
Verlag: Diana Verlag München, in der Verlagsgruppe Random House München
Seiten: 524 Seiten + Danksagung + Quellenangaben + Kontaktangabe zur Telefonseelsorge
über die Autorin:
Liane Moriarty, geboren 1966 in Sydney, hat bereits zahlreiche Romane, darunter auch ein Kinderbuch, veröffentlicht und lieferte die Vorlage zur HBO Erfolgsserie "Big Little Lies" mit Reese Witherspoon und Nicole Kidman in den Hauptrollen (die Serie ist auch in Deutschland anzusehen bei entsprechenden Streamingsdiensten). Liane Moriartys Bücher wurden bislang in 39 Sprachen übersetzt, einige ihrer Werke standen international wochenlang auf Bestsellerlisten. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Sydney.
zur Story:
Neun Erwachsene, darunter fünf Frauen und vier Männer, checken in ein Wellness-Ressort ein, um auszuspannen, sich zu erholen und neue Energie zu tanken.
Jeder von ihnen bringt seine eigene Geschichte aus der Vergangenheit mit und schon bald ist von Erholung nicht mehr die Rede..
Nur als Gemeinschaft schaffen sie es sich aus einer brenzligen und abgedrehten Situation zu befreien, die ungewöhnlicher kaum sein könnte.
Über alles schaltet und waltet Masha, die exzentrische Leiterin des Ressorts, die getrieben von Macht und Größenwahn ihre Gäste mit einem gekonnt inszenierten Psychodrama an ihre Grenzen bringt und sie somit zur Aufarbeitung zwingt.
meine Meinung:
unterhaltsam - anders - grandios!
Die Autorin Liane Moriarty hat hier ein unterhaltsames Meisterwerk geschaffen: Die Protagonisten sind mehrschichtig und überragend charakterisiert, der Plot meisterhaft in Szene gesetzt, der Spannungsbogen bleibt bis zum Ende erhalten. Ich habe es regelrecht verschlungen!
Ein Psychothriller der besonderen Art!
Titel: Neun Fremde (Originaltital "Nine Perfect Strangers", ins Deutsche übersetzt von Dietlind Falk; die deutsche Übersetzung erschien im August 2019)
Verlag: Diana Verlag München, in der Verlagsgruppe Random House München
Seiten: 524 Seiten + Danksagung + Quellenangaben + Kontaktangabe zur Telefonseelsorge
über die Autorin:
Liane Moriarty, geboren 1966 in Sydney, hat bereits zahlreiche Romane, darunter auch ein Kinderbuch, veröffentlicht und lieferte die Vorlage zur HBO Erfolgsserie "Big Little Lies" mit Reese Witherspoon und Nicole Kidman in den Hauptrollen (die Serie ist auch in Deutschland anzusehen bei entsprechenden Streamingsdiensten). Liane Moriartys Bücher wurden bislang in 39 Sprachen übersetzt, einige ihrer Werke standen international wochenlang auf Bestsellerlisten. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Sydney.
zur Story:
Neun Erwachsene, darunter fünf Frauen und vier Männer, checken in ein Wellness-Ressort ein, um auszuspannen, sich zu erholen und neue Energie zu tanken.
Jeder von ihnen bringt seine eigene Geschichte aus der Vergangenheit mit und schon bald ist von Erholung nicht mehr die Rede..
Nur als Gemeinschaft schaffen sie es sich aus einer brenzligen und abgedrehten Situation zu befreien, die ungewöhnlicher kaum sein könnte.
Über alles schaltet und waltet Masha, die exzentrische Leiterin des Ressorts, die getrieben von Macht und Größenwahn ihre Gäste mit einem gekonnt inszenierten Psychodrama an ihre Grenzen bringt und sie somit zur Aufarbeitung zwingt.
meine Meinung:
unterhaltsam - anders - grandios!
Die Autorin Liane Moriarty hat hier ein unterhaltsames Meisterwerk geschaffen: Die Protagonisten sind mehrschichtig und überragend charakterisiert, der Plot meisterhaft in Szene gesetzt, der Spannungsbogen bleibt bis zum Ende erhalten. Ich habe es regelrecht verschlungen!
Ein Psychothriller der besonderen Art!
Dienstag, 27. August 2019
Lesejahr 2019 - erstes Halbjahr
Die erste Hälfte des Jahres 2019 ist längst vorbei, Zeit eine Bilanz zum Thema "meine ausgelesenen Bücher" zu ziehen und dazu Kurzrezensionen abzugeben.
Vorab muss ich sagen, dass ich dieses Jahr bisher nicht soviel las wie früher. Generell lese ich abends vor dem Einschlafen, allerdings ist dies vor allem in den letzten Wochen zu kurz gekommen (ob ich deshalb an Einschlafproblemen leide?), ich weiß nicht mal warum.
Aber genug geplaudert, los geht's :
1. Jostein Gaarder - Sofies Welt
Die Geschichte der Philosophie verpackt in einer Geschichte, in einer Geschichte..
Ganz schön schwere Kost, wie ich finde, bietet einem das Werk "Sofies Welt" des norwegischen Schriftstellers Jostein Gaarder. Eigentlich ist es ja ein Jugendbuch, so gewann es auch im Jahre 1994 den Deutschen Jugendliteraturpreis, dennoch finde ich es auch als Erwachsene im Alter von über 30 und mit philosophischer Vorbildung (ich hatte drei Jahre lang Philosophie Grundkurs in der Oberstufe) auch noch ganz schön anspruchsvoll und teilweise recht verwirrend, vor allem gegen Ende des Buches. Auch fehlten mir einige, meiner Ansicht nach wichtige, Philosophen gänzlich, so z.B. Arthur Schopenhauer. Sehr gut finde ich hingegen, dass die Geschichte der Philosophie chronologisch aufgerollt wird, eben ganz so, wie sie sich entwickelt hat, und dass man über das Thema Philosophie hinaus auch weitere Informationen über die jeweiligen Epochen erhält, das Buch bietet somit auch einen ganz guten Überblick über die Geschichte, da Philosophie und (Kultur-)Geschichte nunmal untrennbar sind. Des Weiteren gefällt mir das umfangreiche Register sehr gut, das untergliedert ist in ein Namensregister und ein Sachregister, damit kann man schnell nochmal etwas nachschlagen, wenn einem etwas entfallen ist, was bei der stofflichen Dichte des Werkes schnell mal passieren kann.
2. Norman Mailer - Der Alptraum
Norman Mailer, mir persönlich nur ein Begriff durch die Serie "Gilmore Girls", in der er einen Gastauftritt hatte, war nicht nur als Schriftsteller und Regisseur, sondern auch als scharfer, linskorientierter, Kritiker der amerikanischen Gesellschaft bekannt, dabei selbst aber auch nicht ganz unproblematisch. Als passionierter Boxer scheute er keinerlei handgreifliche Auseinandersetzungen, er liebte die Frauen, hielt es jedoch nie lange mit ein-und derselben aus (dennoch hat er etliche geheiratet, nur um sich nach kurzer Zeit scheiden zu lassen) und kandidierte, wenn auch erfolglos, für das Amt des Bürgermeisters von New York. Für seine Reportage über die Protestbewegung zum Vietnamkrieg erhielt er 1969 den Pulitzer Preis. Sein Leben war sehr bewegt und ein einziges Wechselspiel zwischen Erfolg und Niederlage.
Sein Roman "Der Alptraum" (im Original "An American Dream", eine höchst zynisch-ironische Umschreibung der Handlung) von 1965 verarbeitet einige autobiografische Erlebnisse Mailers. So schrecklich die Handlung ist, so kunstvoll und wortgewaltig formuliert ist es, auch wenn ich es in der deutschen Übersetzung las und das Original sprachlich natürlich nochmal anders ist. Ich bin hin-und hergerissen ob ich es aufgrund seiner gelungenen Eloquenz, die ich einzigartig fand, lieben oder aufgrund der wahrhaft alptraumartigen Handlung eher hassen sollte...
Wer noch mehr Infos über den Autor oder diesen speziellen Roman wünscht, klickt den informativen Artikel der ZEIT
3. Lisa Keil - Bleib doch, wo ich bin
Lisa Keil's Roman "Bleib doch, wo ich bin" war ein Rezensionsexemplar, ich selbst hätte es mir niemals gekauft, ich mag keine Frauenromane! Eine ausführliche Rezension findet ihr hier **KLICK**
4. Adam Jackson - Die zehn Geheimnisse der Liebe
Adam Jacksons "Die zehn Geheimnisse der Liebe" ist ein Beziehungsratgeber verpackt in einer schönen und bewegenden Geschichte und ist daher kein bisschen belehrend oder dogmatisierend. Auf gerade einmal 160 Seiten wird man daran erinnert wie das Leben eigentlich sein sollte und dies gilt natürlich nicht nur innerhalb einer Beziehung, Partnerschaft oder Ehe sondern auch für jeden Single. Der Autor selbst ist Heilpraktiker und hat noch weitere Ratgeber innerhalb der "Die zehn Geheimnisse..." - Reihe veröffentlicht.
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