Sonntag, 13. März 2016

ausgelesen: Ildefonso Falcones - Die Kathedrale des Meeres

"Die Kathedrale des Meeres", ein historischer Roman aus dem Jahr 2012, von Ildefonso Falcones spielt in Spanien zur Zeit des Mittelalters (1320-1379).

Obschon mir historische Romane im Allgemeinen nicht so zusagen, hat mir dieser hier sehr gut gefallen, denn er besticht durch eine sehr lebendige, detailgenau geschilderte, Handlung, die imemr wieder neue Wendungen erfährt.

Die Handlung beginnt mit  der Hochzeit Bernal Estanyols, einem Bauern, der sich nach dem Tod seines Vaters mit all den Pflichten und Problemen der Erbpacht des Landes, welches die Familie seit Generationen bewirtschaftet, konfrontiert sieht.
und so verläuft auch der Tag seiner Hochzeit alles andere als glücklich, denn es herrscht im Mittelalter das sogenannte Ius primae noctis, das Recht der ersten Nacht, welches besagt, dass der Grundherr die Hochzeitsnacht mit der Braut eines Leibeigenen verbringen darf, wenn es diesem beliebt, somit wird schon der Grundstein für ein Leben unter einem unglücklichen Stern für den Nachkommen Bernal Estanyols, Arnau Estanyol, in die Wiege gelegt...

um die Freiheit zu erlangen, flüchten später Bernal und sein Sohn Arnau nach Barcelona, denn wer es schafft dort ein Jahr und einen Tag zu leben ohne von seinem Grundherren entdeckt zu werden, ist ein freier Mann !

in Barcelona sehen sich beide neuen Herausforderungen, Sorgen und Nöten gegenübergestellt, eine Hungersnot in Spanien entscheidet schließlich über das weitere Dasein der Estanyols.

Arnau schafft es schließlich, erst durch seine Tätigkeit als Bastaix, einem Lastenträger, die auch die entscheidende Rolle beim Bau der Kathedrale des Meeres "Santa Maria del Mar" spielen, später durch seine Tätigkeit als Geldwechsler, aber vor allem durch sein menschliches und mitfühlendes Verhalten, zu einem angesehenen Bürger der Stadt aufzusteigen, der sogar der Pestepidemie zum Trotz, Großes und Erstaunliches vermag...

erschienen ist der Roman im Fischer Verlag und hat 1096 Seiten


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