Sonntag, 13. März 2016

ausgelesen: Alexander Kühne - Düsterbusch City Lights

in meiner Rolle als Rezensentin für die Verlagsgruppe Weltbild habe ich vor kurzer Zeit den Roman "Düsterbusch City Lights" von Alexander Kühne gelesen.

gefallen hat es mir eigentlich ganz gut, vor allem wegen der skurril-bizarren Charaktere und es war auch nicht schwierig zu lesen:

Düsterbusch: ein kleines Dorf in der DDR, ein Kaff.
Anton macht seinem Nachnamen alle Ehre, denn vor allem Kummer ist es, den er seinen, für das System vorbildlichen, Eltern bereitet.

Gefangen in einem Kaff, mit idyllischem Blick auf einen Mähdrescherfriedhof, in dem nichts los ist, nachdem auch noch die "Zentrale", einziger Treffpunkt für junge Musikliehaber und jugendliche Rebellen und Blueser, geschlossen wird.

Pech für Anton, dessen Lebensziel darin besteht, etwas anderes zu schaffen und das blühende Großstadtleben Berlins, einer pochenden Metropole, nach Düsterbusch zu holen, Konflikte und Ärger vorprogrammiert..

"David Bowie spielt hier nicht, Anton" , "doch..irgendwann schon !"
all seinen pubertären Ehrgeiz setzt der Protagonist da hinein, etwas Großes zu schaffen und bleibt letztlich für alle um ihn herum und sich selbst ein engagierter Versager, der mit dem System der DDR nicht klarkommt, sich in Tagträume verliert und dabei alles ruiniert...

ein Roman mit autobiographischen Zügen, der durch skurill-bizarre Charaktere und Begegnungen besticht, aber einiges an Charme durch seine unverblümten Kraftausdrücke und vulgären Sexszenen einbüßt.

erschienen ist der Roman dieses Jahr im Heyne Verlag und verfügt über 384 Seiten.

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