Montag, 10. Februar 2014

Patrick Süskind - Die Geschichte von Herrn Sommer

mein zweiter Roman von Süskind und ich kannnur sagen: zum Glück habe ich "Das Parfum" vorher gelesen, sonst wüsste ich jetzt nicht, dass er auch bessere Werke geschaffen hat..oder waren meine Erwartungen gar zu hoch angesetzt ?

Die Geschichte von Herrn Sommer handelt eigentlich und genaugenommen nicht so wirklich von Herrn Sommer, zwar wird dieser immer wieder erwähnt, scheint aber eher eine "Rahmenhandlung" darzustellen.
Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive in der Rückschau auf Kindheit und Jugend des Erzählers, dabei fällt es diesem schwer, einen roten Faden zu verfolgen bzw. bei der Sache zu bleiben, was dieser durch einen Sturz auf den Kopf in frühen Kindheitsjahren zu erklären sucht, und dabei auf komplizierte physikalische Gestze zur Berechnung von Fallgeschwindigkeit u.ä. zurückgreift, welche der Erzähler zum Zeitpunkt des Sturzes noch garnicht wusste und erst später in der Schule (kennen-)lernt.

die eigentliche Hauptfigur , Herr Sommer, tritt dadurch in den Hintergrund zurück und erscheint eher nebensächlich bis unbedeutend, denn niemand im Dorf von Herrn Sommer weiß auch nur seinen Vornamen, solange, bis es zu einem tragischen Ende kommt, wasaber für das Umfeld und die Mitmenschen Herrn Sommers ebenso unbedeutend zu sein scheint wie er selbst zu seinen Lebzeiten.

Das Buch ist mit seinen 129 Seiten, die von netten Illustrationen von Sempé durchbrochen sind, recht schnell durchgelesen und hat imho auch nicht viel Substanz.

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